Es sollte nicht verwundern, dass dieser Übergangsbereich als Lebensraumeingestuft wird. Wenn man genauer hinschaut, hat dieser Bereich seine eigene Fischfauna, was die Sand-Fels-Zone einzigartig macht.

Im Malawisee gibt es Buchten, die mit Felsen und Steinen verschiedener Größe durchsetzt sind, dazwischen ist Sandgrund zu finden. Die Merkmale sind also weder eine reine Felslandschaft noch ein ausgeprägter Sandgrund - eine Übergangszone, die treffender "gemischter Bodengrund" bezeichnet werden müsste. Auch in den tiefer gelegenen felsigeren Zonen zeigen sich mitunter sehr starke Sedimentablagerungen. In diesen tiefen Schichten befindet sich Sand nicht zwischen den Felsbrocken, sondern auf diesen. Den Fischen ist der Bodengrund in diesen Schichten letztlich egal, in der Regel leben in der Übergangszone Arten, die im flacherem Wasser beheimatet sind.

Sowohl der Aufwuchs auf den Felsen ist hier zu finden als auch Kleintiere, die im sandigem Bereich beheimatet sind und den Barschen als Nahrungsangebot dienen. Die Felsbrocken werden ebenso als Schutz und Versteckmöglichkeiten genutzt. Aulonocara (Kaiserbuntbarsche) sind meistens in dieser Mischzone beheimatet, ebenso etliche Mbunas (Felsenbuntbarsche), auch wenn es keine rein typischen Vertreter sind, die sich dort aufhalten. Auch einige Vertreter der Copadichromis, sind überwiegend dort anzutreffen. Copadichromis sind als Utaka einzustufen, da sich diese Arten als typische Barsche des ufernahen Freiwassers gezeigt haben.
Autor:Florian

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