Auf dieser Seite möchten möchten wir euch grundlegende Tipps zur Einrichtung eines Malawi-Beckens mit NonMbuna-Besatz geben - und alles was man für den Start so braucht.
Angefangen von den wichtigsten Materalien, über die Technik das Licht und so einiges mehr.

Ab300 Liter und mehr - nach oben sind keine Grenzen gesetzt.
Die Filterleistung sollte immer mindestens die 4-fache Menge, des Beckenvolumens betragen-brutto, die der Filter pro Std. umwälzt.
Das Filtervolumen sollte sich bei 4-5 % des Beckenvolumens bewegen.
Benötigt wird eine Strömungspumpe oder ein Schnellfilter (von der Beckengröße abhängig), sowie ein Regelheizer (Empfehlung: Firma Eheim/Jäger)
Bei der Strömungspumpe ist darauf hinzuweisen, das die Bewohner der mittleren Wasserschichten durch deren Anwendung ein besseres Sauerstoffangebot bereitgestellt bekommen.
Malawi-Buntbarsche mögen eher dunklere Beleuchtung - eine Röhre ist vollkommen ausreichend.
Um es kurz zu machen: Malawis sind nicht auf eine bestimmte Beleuchtung angewiesen.
Ob Leuchtstoffröhren, LED Beleuchtung, Quecksilberdampfstrahler, normale Zimmerlampen oder allein Tageslicht das Becken beleuchten, dürfte für die Fische ziemlich unwichtig sein. So ist es letzlich eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob der eine oder andere Lichttyp zum Einsatz kommt und somit bestimmte Farben der Fische betont werden.
Die obige Einschätzung ist leicht zu begründen: Freilandbeobachtungen zeigen, dass die meisten Malawis nicht auf einen engen Tiefenbereich fixiert sind, sondern recht flexibel sind.
Viele Arten kommen vom ufernahen Flachwasser bis in Tiefen von 30 bis 40 Metern vor. Das entspricht Lichtverhältnissen von gleißendem Sonnenschein (Flachwasser) bis hin zum Halbdunkel (tiefes Wasser). An manchen Stellen kommt eine Art über Felsgrund im Flachwasser vor, an einer anderen Küste findet man dieselbe Art an einem tiefen Steinriff. Durch die tropische Regenzeit, die am Malawisee herrscht, wird dieser nicht optimal ausgeleuchtet daher auch das Fazit: Eher dunkler ausleuchten!
Feiner Sand (Quarzsand) - die Körnungsstärke sollte zwischen 0,1 und 3,0 mm betragen. Die Farbe des Sandes kann von Cremefarben bis beige und dunkler gehen. Am natürlichstem ist grau bis schwarzer Sand.
5)Dekorationselemente (Steine):
Abslout zu empfehlen sind folgende Gesteinstypen:
Feldsteine, Pagodensteine, Basaltsteine, Jurasteine, Sandsteine und auch Lochgestein (hier wäre darauf zu achten, dass die Löcher und Durchgänge groß genug sind, und dass sie sandgestrahlt sind), beim Lochgestein ist zu erwähnen, dass es nicht naturnah ist, aber dennoch bei Geschmack benutzt werden kann.
Absolut nicht zu empfehlen, da zu scharfkantig, sind folgende Gesteinstypen:
Schiefer, Riffplatten, Lavagestein und alle Arten an Vulkangestein.
Ebenso tabu sind Gesteinssorten mit Metalleinschlüssen.
Darüber hinaus gibt es eine ganze Menge an künstlichen Steinen, die heutzutage qualitativ sehr gut sind und auch den echten in fast nichts nachstehen. Der Vorteil hier ist auch das viel geringere Gewicht. Ebenfalls muss man nicht auf Holz verzichten: Aber bitte künstliches benutzen, es gibt tolle Nachbildungen, die man dekorieren kann. Echtes Holz ist nicht zu empfehlen da es langfristig das Wasser ansäuert, und damit die Wasserwerte für Malawis nachteilig beeinträchtigt!!
Hier kann man aber gern Nachbildungen als Dekoration einbringen, dazu gibt es im Handel wirklich extrem gute Nachbildungen.
6) Rückwände in 3-D-Optik:
Ab einer Beckengröße von 300 l und mindestens 50 cm Tiefe zu empfehlen (Geschmacksache, aber wenn man sich dafür entscheidet: Steinmotivewählen!). Bei kleineren Becken (nicht für NonMbunas geeignet) gibt es auch die Alternative von Slimline-Rückwänden. Diese gibt es von verschiedenen Herstellern.
7) Pflanzen:
Im See selbst kommen Pflanzenbestände in Form vonVallisnerien vor - eine der wenigen Pflanzen die dort heimisch sind! Für die Buntbarsche des Malawisees sind Pflanzen in den allermeisten Fällen ohne Bedeutung. Es gibt nur ganz wenige Arten, die bevorzugt in Pflanzenbeständen angetroffen werden. Die weitaus überwiegende Mehrzahl aller Malawisee- Chiliden lebt dagegen in Biotopen, in denen Pflanzen nicht vorkommen.
Wenn man doch nicht auf das Grün ganz verzichten möchte, dann sind folgende Arten besonders geeignet, da diese ein festeres Blattwerk vorweisen:
z.B. Cryptocoryne, Vallisnerien, Javafarn und Anbubias-Arten!!
Oder auch hier DATENBANK PFLANZEN
8) Besatz:
Bezogen auf NonMbunas & Utakas.
Bei Auloncaras 30 l pro Fisch auf das Bruttovolumen des Beckens anrechnen (Minimum 25 Liter).
Bei Utakas 35 l pro Fisch auf das Bruttovolumen des Beckens anrechnen (Minimum 25-30 Liter).
Das Verhältnis von m/w sollte bei Becken bis 500 l 1:2 betragen, bei Becken ab 500 l kann das Verhältnis auch 1/1 betragen.
NonMbunas und Utakas sind von ihrem natürlichem Verhalten nicht so aggressiv wie Mbunas - bei letzteren gelten andere Richtlinien. Die einzige Ausnahme bei Mbunas, die auch sehr gut mit NonMbunas und Utakas zu pflegen sind, ist der Labidochromis caeruleus Yellow.
Dieser verträgt als einer der sehr wenigen Mbunas auch proteinreiche Nahrung und ist von seinem Verhalten nicht so agressiv wie andere Mbunas. Die Haltung sollte aber mit mindestens 1/3 angesetzt werden.
Eine eigene Kategorie bilden die Synodontis-Welse wie die Dwarfs, (GRUPPENTIERE).
Für Beckengrößen ab 300 l sind mindestens 5 Stck. nötig! Bei größeren Becken können es natürlich auch mehr sein. Es gilt bei allen Becken ab 300 l: mindestens 5 Stck.
Die beiden Arten Synodontis Petricola und Dwarf können ab 300 l aufwärts gehalten werden.
Bei Becken ab 500 l gehen auch Synodontis Multipunktatus oder Njassae.
9) Ernährung:
NonMbunas und Utakas benötigen proteinreiche Kost - nachfolgend einige Tipps:
Frostfutter: Chilidenmix, Weisse/Schwarze Mückenlarven, Bachflohkrebse, Cyclops, Daphnien, Gammarus, Artemia, Mysis und Krill
Lebendfutter: Alles was auch als Frostfutter zu bekommen ist, eine Ausnahme sind Rote Mückenlarven da diese sehr oft belastet sind.
Grünfutter: Tropical Chilid Colour Flocke, Tropical Spirulina Granulat (36% Anteil an Spirulina), JBL Spirulina Flocke (40% Anteil an Spirulina), Tropical Malawi Flocken, JBL Novo Fect Hafttabletten (pflanzlich), Aquatic Nature Chilid S Excel
Ein weiterer Tipp von uns wären Shrimps unbehandelt, roh ohne Zusätze!
Es gibt sicherlich noch diverse andere Sorten, aber diese hier wurden von uns erprobt und für sehr gut befunden.
10) Wasserwerte:
Der Wasserwechsel sollte - übrigens bei allen Aquarien - wöchentlich minimum 50 % betragen, mehr ist natürlich erwünscht. Hier spielt die Beckengröße keinerlei Rolle!
Der PH-Wert: Vertretbar sind Werte, die zwischen 7,8 - 8,5 liegen. Schwanken sollte dieser aber möglichst nicht. Optimal sind Werte zwischen 8,0 - 8,2 !! Bei einem PH-Wert unter 7,5 ist für die Barsche nicht länger als fünf Tage erträglich!!
Der GH-Wert: Vertretbar sind Werte zwischen 4 - 20. Auch hier sollte der Wert nicht schwanken. Optimal sind Werte zwischen 6 - 12 (und nur wegen der Sommerzeit dort, bezüglich Verdunstung).
Der KH-Wert: Vertretbar sind Werte zwischen 6 - 20, auch hier sollte der Wert nicht schwanken (geht auch mal über 20, wegen der Verdunstung sowie Übersalzung). Optimal sind Werte zwischen 8 - 10.
Nitrat-Wert: Vertretbar sind Belastungen zwischen 0 - 25 mg, das Maximum ist mit 40 mg mehr als erreicht - spätestens dann sollte man eingreifen! Optimal ist ein Wert um die 10 mg.
Nitrit-Wert: Vertretbar sind Werte von 0 - 0,3 mg. Aber hier ist eindeutig festzuhalten: Je geringer, desto ungefährlicher für die Fische! Optimal sind Werte mit 0,00 mg.
Ammonium/Ammoniak NH3 & NH4: Diese Werte sollten bei einem ph-Wert ab 8 mitgemessen werden! Optimal sind Werte mit 0,00 mg.
Autoren:Florian Bandhauer & Andreas Carsten

Den begehrten Titel für das Jahr 2011 tragen drei Aquarianer - die Gewinner der Plätze 1 bis 3 präsentiert euch malawi-guru.de, exklusiv. Gewählt wurden sie von der Community unserer Partnerseite www.einrichtungsbeispiele.de
Die Sieger-Becken anzeigen...