Bewertung:  / 1
SchwachSuper 

Share

Mutter Natur lässt sich nicht austricksen

Licht brauchen Pflanzen bei der Photosynthese, nur dass Pflanze nicht gleich Pflanze ist. Es gibt viele verschiedene, die alle unterschiedliche Ansprüche an die Lichtverhältnisse haben.

Zunächst müssen wir uns eine einfache Frage stellen: Was ist Licht? Licht ist eine elektromagnetische Strahlung, die sichtbaren und unsichtbar (Ultraviolett, Gamma usw.) erscheint. Wir interressieren uns, wenn es um Pflanzen geht, in erster Linie für das uns sichtbare Licht. Dieser sichtbare Bereich wird als Wellenlänge im Nanometerbereich (nm) angegeben. Er liegt bei violetter Strahlung bei 380 nm, geht über blau (436 nm), zu grün (ab 495 nm), gelb (ab 566 nm), orange (ab 589 nm) und letztlich rot (ab 627 nm).

Was macht die Pflanze mit dem Licht? Sie absorbiert mit Hilfe des grünen Pflanzenfarbstoffes Chlorophyll die Lichtstrahlung der unterschiedlichen Wellenlängen, um diese dann zur Photosynthese zu nutzen. Und hier liegt das Problem für jeden Pflanzen haltenden Aquarianer. Warum?

In der Natur gibt es verschiedene Chlorophyll-Arten, die zu allem Übel verschiedene Wellenlängen des Lichtes absorbieren und so der Pflanze verfügbar machen. Es gibt Pflanzen, die einen völlig anderen Teil des Lichtes absorbieren als jene, die direkt neben ihnen wachsen. Genau genommen, absorbieren sie unterschiedliche Intensitäten der Strahlen und deren Wellenlänge.

Das ist der Grund, warum in manchen Becken Pflanzen sehr gut und rasch wachsen, andere eher verkümmern in Wachstum oder Farbe. Ohne immensen Aufwand, der völlig unrealistisch ist, können wir in unseren Becken Mutter Natur nichts vormachen. Wir können allerdings unseren Besatz an Pflanzen so zusammenstellen, dass die eingesetzten Leuchtstoffröhren diesen entsprechen und somit Wachstum und Farbe fördern.

Setzt man nun eine Pflanze dazu, die einen anderen Anspruch an das Licht hat, kann es passieren, dass diese entweder eingeht oder verkümmert. Bei einem Pflanzenbesatz, der intakt ist, sollte man daher beim Röhrenwechsel vorsichtig sein, da andere Röhren eventuell andere Wellenlängen abgeben. 

Die Angabe der Farbtemperatur (in Kelvin) ist da sehr trügerisch, denn sie setzt sich aus verschiedenen Wellenlängen zusammen. 5000 Kelvin beispielsweise sagen gar nichts aus, deshalb findet man auf den meisten Verpackungen einen bunten Aufdruck der Spektralverteilung der Leutstoffröhre, dieser gibt bessere Auskunft darüber, in welchem Wellenbereich diese strahlt.

Autor:Georg

Aqua Pond24. de  Ihr Partner für Aquarium, Aquaristik, Teich und Koi