Die Dekoration eines Malawibeckens ist nicht nur etwas für das Auge welches von der Couch aus täglich drauf schaut.Ebenso ist diese auschlaggebend für die Buntbarsche welche im Aquarium leben.
In einigen Beiträgen sind wir hier auf Malawi-Guru.de schon drauf eingegangen, hier mal etwas über selbstgemachte Steine aus Zement oder künstlichen Steinen und Modulen sowie künstlichen Wurzeln, welche ganz des Trents zu den sogenannten Steinbecken ebenfalls sehr gut ins Aquarium passen.
Materalien gibt es wahrlich etliche welche man dafür verwenden kann, in den letzten Jahren und als man es nicht besser wußte wurden die bekannten Lochsteine gern als Dekoration genutzt, einerseits weil es als schick galt und andererseits weil diese grade bei den Mbunas ( Felsenbuntbarschen ) durch deren Struktur und die Art des Gesteins welche durch das Stapeln und setzen etliche Bedürfnisse erfüllte.
Den dadurch entstehen Höhlen, Spalten,Durchgänge welche grade Mbunas und auch einige NonMbunas sowie Utakas in der Natur als ihren Lebensraum betrachten.
Lochgestein ist aber nicht besonderes naturnah wenn man ein Malawibecken einrichten möchte, aber warum ist es nicht naturnah ?
Weil diese Gesteinsart eben nicht im Malawisee vorkommt, natürlich kann man schwerlich als Aquarianer auf Originalgestein aus dem See zugreifen aber sicherlich kann man wundervolle Biotope einrichten, die eben der Natur sehr ähnlich sind.
Immer mehr Aquarianer die einen Hang zum basteln aufzeigen, gestalten selbst Steine und Felsen und es gibt unzählige Bauanleitungen im Internet, welche diverse Möglichkeiten aufzeigen, wie man sowas selbst gestalten und bauen kann.
Für jene von uns die vielleicht nicht die Zeit oder die Muse haben, so was selbst zu gestalten gibt es aber auch diverse künstliche Module oder Felsnachbildungen, die einen sind teurer die anderen günstiger und die Bandbreite ist relativ breit gefächert.
Aufjedenfall besteht selbst bei den künstlichen Modellen auch die Chance diese zu verändern, beziehungsweise dem gewünschten Farbton anzupassen, welcher letztlich im Becken die Dekoration widerspiegelt.
Wichtig hierbei und das 1ste Gebot, immer so zu arbeiten beziehungsweise zu dekorieren das es letztlich die Bedürfnisse der Insassen erfüllt.

Bild oben, Dekorations Steinoptik Modul, ca. 40 cm lang und 3 cm hoch
Auf dem oberem Bild ein künstliches Modul welches man sehr gut zur Dekoration nutzen kann, der Vorteil hierbei ist das dieses sehr leicht ist aber trotzdem nicht aufschwimmt wenn man diese ins Becken dekoriert, das Material aus welchem dieses besteht ist aus Polyserin.
Das Foto zeigt den Stein im Original Farbton also noch unbehandelt und noch nicht verändert.

Auf diesem Bild (oben) wurde das Modul mit Exposidharz eingepinselt und dann mit schwarzem Sand dekoriert, in der Phase bevor das Exposidharz aushärtet kann man das ganze nach Wunsch und Farbton welcher zum jeweiligem Becken passt sehr schön angleichen.
Letztlich ist festzuhalten das man alles explizit nach Wunsch und Geschmack verändern und ausbauen kann.

Bei diesem Foto (oben) ist erst mal zu sagen das dies ein ca. 40 cm großer Stein (innen hohl) ist, welcher aus 2 Hälften besteht, das ganze sind Schalen die ganz zum Schluss zusammengesetzt werden, und dann nochmals mit Portlandzement versiegelt wird.
Hinweis:
Möchte man den Stein so wie er ist ins Becken setzen ist dies natürlich auch möglich, allerdings sollte der Stein mindestens eine Woche gewässert werden.
In meinem Fall wurde dieser Stein aber ebenfalls mit Exposidharz versiegelt und farblich verändert, dadurch ist eine Wässerung nicht mehr von nöten.

Hier (Foto oben) der gleiche Stein nach der Veränderung mit Exposidharz und dem einpinseln mit schwarzem Sand, wichtig man muss erst eine Seite fertig stellen das ganze mindestens 2-3 Tage trocken lassen und dann die andere Seite gestalten.
Danach kann der Stein ins Aquarium dekoriert werden.

Ein weiterer Stein (Bild oben), der ebenfalls nach dem gleichem Schema gestaltet wurde, vom Prinzip her genauso wie der davor, dies bedeutet aus 2 Schalen und dann zusammen gefügt, die Verbindungskanten dann auch mit Portlandzement unkenntlich gemacht.

Das obere Foto zeigt letztlich die fertige Struktur wo beide Seiten mit Exposidharz bestrichen wurden.
Zum Thema Exposihharz könnt ihr gern hier über diesen Link : "Exposidharz im Aquarium" näheres zur Verarbeitung erfahren.
Letzlich noch etwas zu Wurzeln, auch hier habe ich schon Beiträge verfasst warum weswegen und weshalb man künstliche Wurzeln benutzen sollte.
Es gibt inzwischen im Handel unzählige Varianten, dazu aber auch hier als Tip....sofern man möchte kann man ebenso gut eine echte Wurzel nehmen und diese auch versiegeln z.b. mit Exposidharz, das Resulatat ist eine Versiegelung die keinerlei Stoffe der echten Wurzel an das Wasser abgibt und dann auch die Wasserchemie im Aquarium (bei Malawis) verändert.

Bild oben, mein Utaka Becken mit der künstlichen Wurzel, diese wurde von oben an den Querstreben mittels Nylonschnur eingehängt.
Letztlich kann ich nur sagen, alles ist machbar und umsetzbar, solange man dies möchte, ein optischer Hingucker ist auf jedenfall sicher.
Autor:Florian