Donnerstag 9 Dezember 2021
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Naturnaher Bodengrund für Afrika Aquarien 

Viele Gewässer (Flüsse oder Wasserläufe usw.) sind im tropischen Afrika starken Schwankungen unterworfen, daher viele auch manchaml austrocknen, oder führen jahreszeitlich bedingt viel, wenig oder gar kein Wasser. Ausgenommen sind hier Stellen, die von dichtem Urwaldgebüsch oder ähnlichem bewachsen sind, aber auch große Senken, die in den heißen Perioden (Sommer) auf Grund ihrer Größe nicht vollständig austrocknen.

Gebiete mit mehreren Flüßen und ihrem dadurch großem Einzugsgebiet (Kongo, Sambesi, Volta) sind nicht als immer gleich beschaffen anzusehen, daher ergeben sich auch in Ihren Nebengewässern unterschiedliche Bodengründe, was aus geologischer Sicht mit Ihrem Gefälle (Fluss-Geschwindigkeit), aber auch anderen Faktoren (Gebiet, Bodenbeschaffenheit,etc.) zu beantworten ist.

Video oben, ein Malawisee Aquarium welches naturnah eingerichtet wurde, hier auch der Bodengrund zu beachten

Ein Westafrikanisches Flußbett oder eine Bodengrund Zone aus dem Malawisee kann im Aquarium durchaus sehr gut nachempfunden werden, allerdings möchte ich noch sagen, das hier die Qual der Wahl darin liegt, welche Fische man überhaupt ins Becken einbringen möchte. Grundsätzlich gilt, ein eher dunklerer Bodengrund ist erforderlich, da ein heller schon mal von der Farbenpracht der Fische ablenkt und viele Fische sich auch wohler fühlen, bei dunklerem Material.

Auf alle Fälle nimmt man kalkfreien Kies und Feinkies, da man damit Anhöhen (Uferbereiche), aber auch andere erhöhte Stellen im Becken erstellen kann. Da viele Gewässer in natura, schnelle Fliess-Gechwindigkeiten haben, im Becken daher eine starke Filterung zu erhalten ist (Strömungspumpen), so wird der Bodengrund mit Holz oder Kork zusammengehalten oder fixiert, auch beim Einbau von kleinen Wasserfällen, die in natura häufig anzutreffen sind, ist dies sehr hilfreich.

Allerdings möchte ich hier feststellen, das beim Nachempfinden eines z.b. Kongobecken's, eher eine Basaltlandschaft mit nur ganz wenig Bodensubstrat vorherrschen sollte...um dies nachzuempfinden, kann man einen Zentimeter Sandschicht (schwarzer Quarzsand) einbringen, auf dem dann Schieferstücke und Gesteinsbrocken (farblich passend) aufgelegt werden können.Bei Malawisee Aquarien verweise ich auf den Beitrag : Bodengründe naturnah !

Becken Sand 4

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An letzt`gesagtem erkennt man, das nicht jedes Gewässer gleichen Bodengrund haben kann, eben die schnellfließenden eher wassergeschliffenen Bodengrund aufzeigen, Grund, den Kies in mehreren Korngrößen zu halten, ist die unterschiedliche Fließ-Geschwindigkeit und auch unterschiedliche geologische Tiefe des jeweiligen Gewässers, welches wir nachbilden wollen. Dazu kommt noch ein wichtiges Thema, welches ich noch genauer erkläre, das Thema Pflanzen, da die meisten Pflanzen emers (über oder teilweise über Wasser) zu finden sind, da meist kein Bodensubstrat oder nur teilweise zu finden ist.

Für andere Gewässer, wobei man hier eher Tümpel, Wasserlöcher u.ä. sagen muß, gelten Torf-Laub-Gemische, die gerade von den wenigen Aalarten und Welsen, aber besonders von Killifischen genutzt werden.

Hier braucht es dann auch nicht einer starken Filterung (ohne Strömungspumpe), ein Tümpellauf im Becken setzt sich aus einem Schlamm-Torf-Gemisch zusammen, welches zum Einen, (in einem Palludarium angelegt), auch anderen Spezies außer Fischen ein Zuhause bietet und zum anderen gerade für Killis die notwendige Brutstätte bildet, aber auch die Möglichkeit für die Anlegung eines oberirdisch entstandenen kleinen Wasserfalls, aus z.b. einer Korkrinde sprudelndes Wasser in Verbindung mit einer kleinen Terasse, die das Ganze hervorhebt, zu bauen.

Viele Möglichkeiten eröffnen sich hier!

MALAWI GURU APP

Autor:Falk Hummel

Bilder:Florian Bandhauer

Video:Florian Bandhauer

   

 

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