Mittwoch 23 September 2020
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Styropor, Plexiglas oder Licht Raster Platten im Aquarium

Viele verwenden noch immer Styropor als Unterlage und Schutz für die Bodenscheibe bei Malawisee Aquarien, das diese absolut zu vermeiden sind wird immer und immer wieder erwähnt, dennoch gibt es da Ignoranten die diese Möglichkeit dennoch nutzen.

Styropor ist aber langfristig betrachtet schädlich, warum könnt von Tobias Seiffert von Wasser und Landexoten.de (Hinweis: Die Webseite ist nicht mehr online) lesen.

Nachfolgend:

Kunststoffe im Aquarium – warum man die Finger von Styropor und Styrodur lassen sollte
Ich verwende seit vielen Jahren Styropor und Styrodur im Aquarium, als Unterlage für schwere Steine, um die Bodenplatte zu schützen. Doch kürzlich wiesen mich zwei Freunde (Danke Saskia und Anja) auf Probleme hin, welche sie mal hatten. Stinkendes Styropor welches sie aus einem Becken holten, wo alle Fische auf unerklärliche Weise starben. Nun, sie verwiesen mich an Bernd – seines Zeichens Chemiker- der mir bestimmt einige Fragen dazu beantworten kann. Das tat er auch und was dabei Interessantes herauskam, könnt ihr hier lesen.
Styropor ist an sich nur geschäumtes Polystyrol. Polystyrol ist nicht so das Problem, das Problem beim Styropor sind eigentlich die Zusätze, die bei der Produktion zugemischt werden. Hierzu zählen zum einen Schäumungsreagenzien und Katalysatoren. Diese bestehen teilweise aus Substanzen mit Edelmetallen, Schwermetalle und Buntmetallen (dazu gehört auch Blei, Zinn, Kupfer!), aber auch Bestandteile, die FCKW- ähnlich sind. Da das Polystyrol beim Schäumen diese Zusätze in den Poren einschließt, kann man diese auch nicht ab- oder auswaschen. Sie diffundieren im Laufe der Zeit aus dem Material heraus ins Wasser. Diese HalogenVerbindungen und andere Verbindungen können den Sauerstofftransport in den Mikroorganismen und den Fischen blockieren, ähnlich wie Kohlenmonoxid bei Landlebewesen. Diese Substanzen sind je nach Art und Herkunft des Materials unterschiedlich zusammengesetzt und unterschiedlich stark dosiert und stellen eigentlich eher auf längere Einsatzzeiten gesehen ein Problem dar. Das größere Thema kommt jedoch dann mit einer weiteren, großen Gruppe von Additiven (Zuschlagstoffen), den Brand- und Flamm- hemmern. Hier kommen sehr oft sehr giftige, Brom-haltige Substanzen wie Polybromierte Diphenylethe, welche toxisch und persistent sind, oder auch Hexabromcyclododecan, was als besonders besorgniserregend, zulassungspflichtig; persistent, bioakkumulativ und toxisch eingestuft und teilweise auch seit letztem Jahr verboten ist (Stand 2015). Wie du siehst, kommt es auf die Zusätze an, Polystyrol ist zB. in entsprechender Qualität und Reinheit für Fleisch- und Fisch-Lebensmittelverpackungen zugelassen, aber wenn es in Richtung Dämmstoffe und Baustoffe geht, machen die Zusätze den Unterschied. Selbst bei den Lebensmittelverpackungen kann man nicht ausschließen, dass hier Zusätze in das Lebensmittel diffundieren. Auch Zellkulturen wachsen in Styroporgefäßen nur gehemmt, bei Sperma konnte man sogar feststellen, dass in kürzester Zeit die Aktivität nach StyroporKontakt extrem abnimmt. Langzeitversuche haben auch ergeben, dass Mikroorganismen und Zellen Mutagene und fortpflanzungshemmende Einflüsse durch Styropor bekommen haben, was bei Fischen auch in Richtung Kümmerwuchs, Tumoren, Organveränderungen und ähnlichem gipfeln kann. Styropor und Styrodur unterscheiden sich im Übrigen kaum was die Additive angeht. Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, würde ich so was nicht in ein Aquarium packen, und wenn doch, dann nur gut mit Epoxid rundum versiegelt.
Das ist eine wahnsinnig umfangreiche Antwort, welche durchaus nachvollziehbar ist. Bernd war so nett und unterlegte es auch mit Beispielen zu unterlegen:
Ich habe bei meinen gebrauchten Becken Plexiglas eingeklebt, wenn man da gründlich reinigt und einen Staubsauger bemüht, ist das kein Problem. Alternativ wäre für mich nur noch eine Silikonmatte, allerdings können diese bei spitzen Ecken anfangen zu reißen und die Last geht durch, auch die Gewichtsverteilung ist sehr begrenzt. Habe schon mehrere Fälle miterlebt (zum Glück nicht in meinen Becken) womit ziemlicher Wahrscheinlichkeit die Ursachen beim Styro lag. Fische in Aufzuchtbecken wuchsen deutlich verlangsamt als im “nackten“ Becken, dann 2 mal einen kompletter Besatzverlust, dann zersetztes Material weil sich Mikroorganismen in den Poren niedergelassen haben… Die Stoffe zu vergleichen ist immer schwer. Denn technische Kunststoffe sind im Vergleich zu Kunststoffen mit Lebensmittelkontakt kaum nachweispflichtig. Sprich es kann alles und nichts drin sein. Doch es gibt auch noch einen anderen Punkt zu beachten. Schwefelwasserstoffe, welche sich im faulenden anaeroben Bereich bilden, sind giftig für Fische. Es gibt natürlich Mirkoorganismen, welche Schwefelverbindungen wie Sulfit, Sulfat etc., auch weiter verstoffwechseln, ja. Die Mirkoporen ermöglichen eben keinen Wasseraustausch in ausreichendem Maße, sodass die Teile (geschäumte Kunststoffe) schon zum Bioreaktor für unschöne Verbindungen werden können. Mit Plexiglas oder ungeschäumten anderen lebensmittelechten Kunststoffen sehe ich kein Problem. Also PE, PP, PA, PVC, PET die eben nicht wie Hartschaumplatten aufgeschäumt sind. Dabei ist aber Hart- PVC gemeint, nicht das weiche, welches als Fußboden verwendet wird.
Danke Bernd für deine Mühe und die umfangreichen Ausführungen. Ich hoffe dass es vielen von euch eine Handreichung wird und es unerklärliche Fischsterben weniger oft geben wird.

Quelle: Tobias Seiffert

 

Zum Glück sind immer mehr Aquarianer auf Plexiglas Scheiben umgestiegen, welche man sehr gut als Unterlage und schutz für die Bodenscheibe nutzen kann.Vorzugsweise wäre es ratsam die Scheiben mit etwas punktuell angesetzen Silikon mit der Aquarium Bodenscheibe zu verkleben.So ist man sicher das die Plexi Scheiben nicht verrutschen und doch mal Sand Körner da zwischen rutschen.

Meiner Meinung nach die beste Alternative wenn man mit echten Gestein arbeitet, und nicht möchte das punktuelle Belastungen die Aquarium Bodenscheibe eventuell zum brechen bringt.Plexiglas wird oft in der Aquaristik genutzt, ob als Abdeckscheiben oder in anderer Form.

Im Bereich Malawisee Aquaristik reicht eine dicke der Plexiglas Scheiben von ungefähr 0,4 bis 0,8 cm bitte selbst erkundigen welche sie kaufen wollen.

Dazu haben wir diesen Link zum ein lesen:

Wissensrundgang zum Thema Plexiglas

Plexiglas 1

Plexiglas 2

Es gibt aber noch eine Option für die Bodenscheibe, nämlich Licht Rasterplatten, etwas umstritten wie man immer wieder zu lesen bekommt.Licht Rastergitter sind keine neue Erfindung, so ist es nicht, den im Bereich Meerwasser Aquaristik sind diese schon lange bekannt.

Diese werden aus Kunststoffen hergestellt, die auch für andere Zubehör Teile im Bereich Aquaristik verwendet werden, ansich eine gar nicht so schlechte Variante, allerdings berichten viele Aquarianer das sich in den Zwischenräumen der Bodengrund festsetzt und da keine Zirkulation (Sauerstoff,Wasser Bewegung) darin stattfindet diese Bereiche anfangen zu gammeln.

Wir geben hier einfach die Erfahrungswerte weiter die wir gesammelt haben.

Unser Tipp wäre ein kleines Stück Kunstoffrohr (ca. 0,5 cm hoch) zu nehmen und dieses unter die Platten in den Ecken zu verkleben, dazu kann man Sekundenkleber nutzen.Damit erhöht man die "Rasterplatten" ein kleines wenig und der Sand haftet nicht eng in den Zwischen Räumen, eine bessere Zirkulation des darin vorhandenen Bodengrundes wäre zumindest besser gewährleistet.

Noch besser wären Saugnäpfe in die Ecken zu verkleben oder solche zu kaufen die dick genug sind und in den Ausparungen selbst haften, Vorteil wäre das man nichts am Boden verkleben muss und haften tun Saugnäpfe auch gut, vor allem dann wenn diese qualitativ nicht die billigsten sind.

Siehe folgende Bilder:

Aquarium Rastergitter 1

Aquarium Rastergitter 3

Aquarium Rastergitter 6

Aquarium Rastergitter 7

Bilder oben, zeigen die Raster Platten auf einer festen Unterlage, einmal ohne Erhebung mittels Saugnäpfen, und einmal mit Erhebung, im dritten Bild die ungefähre Höhe vom Boden (ca.1 cm), man kann hier aber unterschiedliche Höhen ansetzen, dies ist jedem selbst überlassen.Wir geben als Empfehlung mindestens 1 cm an.Dadurch kann sich kaum was in den Hohlräumen festsetzen.

 

Man könnte so das ganze Aquarium damit auslegen oder auch nur teilweise, dies ist jedem selbst überlassen und abhängig davon wie die echten Steine plaziert werden sollen.

Hinweis:

Wir übernehmen keine Haftung für nicht sachgemäße Ausführungen und Schäden, durch unsere Tipps, daher bitte überlegt immer genau, was ihr macht und wie ihr eure Steine anordnet.Lieber doppelt und dreifach alles nach kontrollieren.

Diese Rastergitter hier in den Bildern, davon haben wir 4 Stück gekauft haben 15,-€ gekostet, kein Preis wenn man darüber nach denkt was sonst passieren könnte wenn mal die Glasplatte einen Riss bekommt ! Plexiglas Scheiben kosten unterschiedlich viel auch je nach der Stärke die man möchte, dies kann man selbst erfragen.

Weitere nützliche Links:

Dekorationen für das Malawisee Aquarium

Filterung

Filtermedien

Naturnaher Bodengrund

MALAWI GURU APP

Autor: Florian Bandhauer,Simon Stahl,Tobias Seiffert 

Bilder: Florian Bandhauer, Thomas Lammers

  

 

 

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