Samstag 19 Oktober 2019
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Der Viren- und Bakterientod "UV-C Klärer"

Bakterien und Viren stellen eine immer währende Bedrohung für unsere Aquarienfische dar.Sie können jedoch einfach in Schach gehalten werden. Mit einem UV-C-Klärer. Wann brauche ich ihn?

Ein UV-C-Klärer ist vereinfacht gesagt, ein Behälter mit einem Zulauf und einem Ablauf, in dessen wasserdichtem Gehäuse eine Röhre ultraviolettes Licht in der Wellenlänge 255nm aussendet.Diese Strahlung wirkt auf alle Zellen DNA-schädigend, die dieser Strahlung ausgesetzt sind. Also auch auf Bakterien und Viren.In der Aquaristik wird UV-C bei folgenden Beckentypen verwendet: Malawi- und Tanganjikabecken sowie Diskusbecken.Auch in allen Aufzuchtbecken ist es sinnvoll, einen UV-C Klärer einzusetzen.

Doch Vorsicht: Algensporen werden durch UV-C genauso geschädigt.Es ist nicht geeignet in Becken, in denen man eine geringe Menge an patogenen Keimen, Viren und dergleichen wünscht.Außerdem ist der Einsatz im Meerwasserbereich nicht zu empfehlen, da dort viele Korallenarten Filtrierer sind und natürlich auch das Plankton geschädigt wird, das diese Tiere benötigen.

Missverständnisse, Mythen und Märchen: Ganz wichtig ist: Wer einen UV-C-Klärer benutzt, sollten ihn dauerhaft betreiben.Gerade bei Becken mit hohem Wasserwechselintervallen ist er sehr empfehlenswert, da eine starke Vermehrung von Keimen und Bakterien gehemmt wird.

Klrer

Wichtig zu wissen: Ein UV-C Klärer bringt kein keimfreies Wasser! Gute Nitrifikanten sind Substrat gebunden und werden somit nicht geschädigt.

Ein weiterer Vorteil dieser Geräte ist, dass sie ebenfalls bei Fischkrankheiten (Ichtyo) gegen die Schwärmer helfen.Diese schwimmen frei im Aquarienwasser auf der Suche nach neuen Wirtstieren und werde sehr gut bekämpft.Der Einsatz bringt auch noch Vorteile bezüglich der Wassertemperatur: Da die Geräte die Temperatur anheben, braucht der verbaute Heizstab nicht mehr all zu oft in Aktion treten.Sollte im Sommer die Temperatur zu hoch sein, was eher selten vorkommt, kann man den Klärer in dieser kurzen Zeit einfach ausschalten, wenn es keine anderen Möglichkeiten zur Kühlung gibt. Es ist ein Märchen, dass das Wasser dann sofort kippt, die Algen alles sofort überwuchern und die Fische krank werden!

Kauf- und Einrichtungstipps:

Die angegebene Leistung der Röhre ist die Lampenleistung und nicht die Wirkleistung der UV-C-Strahlung. Diese liegt sehr viel niedriger, ein Klärer mit 11 Watt erzeugt zum Beispiel gerade noch circa 2,6 Watt UV-C-Leistung. Somit sind Geräte unterhalb von 11 Watt als nicht empfehlenswert anzusehen, da Ihre Wirkleistung zu gering ist. Der Durchfluß sollte möglichst langsam durch den Klärer erfolgen, damit die Strahlung möglichst lange einwirken kann. Also immer an den schwächsten Filter hängen. Ist das nicht möglich, da man nur einen leistungsstarken Filter besitzt, ist ein Bypass eine sinnvolle Lösung.

Fazit:

Diese Geräte sind, vorausgesetzt sie verfügen über eine ausreichende Leistung in Relation zur Beckengröße, eine sinnvolle Ergänzung, um unseren Fischen ein gesundes und möglichst naturnahes Leben zu ermöglichen.Es geht aber auch sehr gut auch ohne, vor allem wenn man sich an die wöchentlichen Wasserwechsel hält und das Becken dem entsprechend optimal betreibt.

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Autor:Florian Bandhauer

Bilder:Florian Bandhauer 

 

 

 

 

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