Montag 24 Juni 2019
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Protomelas spilonotus

Verzeichnis zu den Cichliden des Malawisee

Lebensraum

Protomelas spilonatus ist die einzige Artengruppe von Nonmbuna, welche im obersten wellenumspülten Felsbiotop zu finden ist.Sie lebt in der Regel einige Meter vom Substrat entfernt im Freiwasser, ist aber für die Paarungs-Phase an die Felsen und Höhlen ihres Biotops gebunden.


Wassertiefe der Spilonotus-Habitate

P. spilonotus besetzt in jeder Population resp. Unterart den sehr seichten und stark wellenumspülten Teil des Felsbiotops in einer Tiefe zwischen 5 und 15 Metern - in planktonreichen Zeiten und während der Paarungszeit eher bei der 5-Meter-Marke.


Ernährung

Protomelas spilonotus und seine „Unterarten“ sind jagende Buntbarsche, welche vorwiegend Insekten und andere Weichtiere fressen, welche ins Wasser gefallen sind und von der starken Strömung in ihre Biotope gespült werden.Ist Plankton vorhanden (abhängig von der Jahrezeit), wird auch dieser gierig gefressen.


Verhalten

Der P. spilonatus hat eine starkes Durchsetzungsvermögen und ist den in seinem Biotop lebenden Mbunas weit überlegen.Trotzdem tritt er den Mbunas nicht sonderlich aggressiv gegenüber, präsentiert seine Überlegenheit aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

Ausserhalb der Laichzeit ziehen die Tiere oft in kleinen Gruppen (mehrheitlich Weibchen) sehr schwimmfreudig und ständig nach Futter suchend durch den Biotop Während der Laichzeit verteidigen die Männchen ihre Reviere oberhalb der 5-Meter-Grenze im freien Wasser, benötigen zum ablaichen dann aber Höhlen im Felssubstrat.

Video oben, Protomelas spilonotus im Malawisee

Protomelas spilonotus

Populationen / Unterarten

Protomelas spilonotus ist wahrscheinlich die älteste Art der hier beschriebenen Artengruppe, wobei sich die anderen drei „Unter“-Arten mit grösster Wahrscheinlichkeit aus dem Spilonotus entwickelt haben.

Alle vier Arten sind erwiesenermassen sehr nah miteinander verwandt und verhalten sich fast identisch.

>> Mbenji Island (Protomelas spilonotus)
>> Chilumba (Protomelas spilonotus)
>> Ruarwe (Protomelas spilonotus)
>> Nkhungu Reef (Protomelas spilonotus)
>> Nkhungu Point (Protomelas spilonotus)
>> Lumessi (Protomelas spilonotus)
>> Magunga Reef (Protomelas spilonotus)


>> Ndumbi (Protomelas sp. „spilonotus tanzania“)
>> Thumbi Point (Protomelas sp. „spilonotus tanzania“)
>> Hongi Island (Protomelas sp. „spilonotus tanzania“)
>> Lundo Island (Protomelas sp. „spilonotus tanzania“)
>> Mbamba Bay (Protomelas sp. „spilonotus tanzania“)

>> Undu Reef (Protomelas sp. „spilonotus mozambique“)
>> Londo (Protomelas sp. „spilonotus mozambique“)

>> Likoma Island (Protomelas sp. „spilonotus likoma“)
>> Kande Island (Protomelas sp. „spilonotus likoma“)
>> Chilucha Reef (Protomelas sp. „spilonotus likoma“)


Die in der europäischen Aquaristik bekannteste Art dieser Gruppe ist Protomelas sp. „spilonotus tanzania“, welche ursprünglich aus der Population bei Mbamba Bay stammt.

Protomelas sp. spilonotus Tanzania chiriwa

Protomelas spilonotus Mbenji 2 600x600 60KB

Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium sollte viel freier Schwimmraum angeboten werden können – dies kombiniert mir einem felsigen Hinter- und Untergrund.Die rückwärtige Felsbarriere sollte, wie bei vielen Mbuna-Becken, bis an die Wasseroberfläche reichen und viele grössere Höhlen beinhalten.

Protomelas spilonotus kann in Becken ab mindestens 600 Litern gehalten werden, wobei aber eine Mindestkantenlänge von 2 Meter empfohlen wird.

Aufgrund der ausgeprägten innerartlichen Aggressivität, sollte diese Art vorzugsweise in Harems (z.Bsp. 1m/3w oder 1m/4w) zu gepflegt werden.Gruppen mit mehreren Männchen sind zwar möglich, setzen aber um einiges grössere Aquarien voraus.

Vergesellschaftung

P. spilonotus gilt als sehr robust und durchsetzungsfähig – ausserhalb der Paarungszeit gegenüber anderen Arten eher mässig aggressiv.Er teilt sich in der Natur zwar nur mit Mbuna das Biotop, sollte aber aufgrund der unterschiedlichen Ernährungsbedürfnissen nicht mit solchen vergesellschaftet werden.

Die hier beschriebene Artengruppe eignet sich aber hervorragend für die Vergesellschaftung in grossen Räuberbecken.

>> Champsochromis-Arten
>> Aristochromis-Arten
>> Dimidiochromis-Arten
>> Nimbochromis-Arten
>> Buccochromis-Arten

In den natürlichen Habitaten von P. spilonotus werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN und GELB noch stark reflektiert. ORANGE befindet sich bei knapp über 10 Meter Wassertiefe bereits in der Absorptionsphase und ROT wird bereits total absorbiert.
Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten Grün- und Blau- und Gelb-, sowie etwas abgeschwächten Orange-Anteilen.

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Interaktive Malawisee Karte

Autor:Florian Bandhauer/Silvan Hörnlimann

Bilder/Grafiken:Florian Bandhauer/Hans Bergkvist

Video:Carsten K. Larsen

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