Sonntag 17 Oktober 2021
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Labidochromis sp. "perlmutt"

Verzeichnis zu den Cichliden des Malawisee

Lebensraum

Labidochromis sp. "perlmutt“ lebt endemisch in der sedimentreichen tiefen Felszone der Region zwischen dem Higga Reef und Chuwa an der Nordostküste des Malawisees. Er wandert ständig nach Futter suchend durch das Biotop.

Wassertiefe der Perlmutt-Habitate

Die Habitate des L. sp. "perlmutt“ liegt in ca. 25 bis 35 Meter Wassertiefe, wobei die grösste Populationsdichte in einer Tiefe von ca. 30 Meter ausgemacht werden konnte.

Ernährung

Die meisten Arten der Gattung Labidochromis gehören zu den Insektenfressern und somit zu den carnivoren Cichliden des Malawisees, womit sie eine Ausnahme in der grossen Gruppe der Mbunas darstellen.

Der Perlmutt sucht seine Beute im Sediment seines Biotopes, im Aufwuchs an den Felsen und mit Vorliebe an den Decken grosser Höhlen. Trotzdem benötigt auch dieser Mbuna etwas ballaststoffreiche und carotinhaltige Nahrung (z.Bsp. Spirulina), weshalb er sich auch gerne mal über den Aufwuchs hermacht.

Besonderheiten

Bis heute ist noch nicht mit Sicherheit geklärt, ob Labidochromis sp. "perlmutt“ tatsächlich eine eigene Art darstellt, oder ob sie nicht lediglich eine Variante des altbekannten Caeruleus sein könnte. Da sich die Perlmutt-Population aber mitten im Verbreitungsgebiet des „Yellows“ befindet, ist aber wohl eher von einer separaten Art auszugehen.

Verhalten

Wie die meisten Arten aus der Gattung Labidochromis, lebt L. sp. "perlmutt eher einzelgängerisch und ist nur phasenweise territorial.

Die Tiere wandern ständig durch ihr Biotop und verweilen nie lange an einem Ort. Interessanterweise werden sie von den meisten anderen Arten in deren Revieren geduldet. Es besteht eine grosse Vorliebe für grosse dunkle Höhlen, deren Decken peinlichst genau nach möglicher Beute abgesucht werden. Wie bei allen nicht ganz territorialen Arten, werden die Weibchen sofort bei Begegnung von den Männchen angebalzt. Das Paarungsritual findet direkt über dem sandig-schlammigen Sediment in ihrem Biotop statt.

Labidochromis sp perlmutt

Populationen

Der Perlmutt lebt absolut endemisch, und konnte lediglich an folgenden drei, nahe gelegenen Standorten ausgemacht werden:

>> Chuwa
>> Higga Reef (sehr selten)
>> Mbamba Bay Island (äusserst selten)

6 Labidochromis sp. perlmutt by Malawi Guru.de

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1 Labidochromis sp. perlmutt by Malawi Guru.de

Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium empfiehlt sich die eine Nachbildung/Gestaltung des erwähnten sedimentreichen Felsbiotopes – steile Felsbarrieren mit einigen grossen Höhlen dazwischen und ein sandiger, von einzelnen grossen Steinen durchzogener Untergrund aber auch die Übergangszone ist für diesen Mbuna ein gutes Zuhause. 

Labidochromis sp. "perlmutt“ kann bereits in Becken ab 300 Litern gehalten werden, hierbei sollte aber die Kantenlänge bei mindestens 120 cm angesetzt werden. Als optimal wäre die Haltung kleiner Gruppen (3m/7w) zu bezeichnen. Die Art kann aber auch in Harems (mind. 1m/3w) gepflegt werden. Wie beschrieben, Arten der Gattung Labidochromis leben wenn, dann nur in sehr losen lockeren Gruppen.

Vergesellschaftung

Die Perlmutt sind sehr friedfertige Mbuna wenn man diese im Vergleich zu anderen Mbuna Arten setzt. Weshalb sie problemlos mit Nonmbuna vergesellschaftet werden können. Empfehlenswert wäre aber auf jeden Fall Arten, welche in der tieferen sedimentreichen Felszone leben, hier nur Beispiele welche denkbar "wären".

Die Art kann in der Balz etwas ruppig auftreten, daher bitte nicht mit Lethrinops oder Sand Aulonocara zusammen pflegen.

>> Aulonocara jacobfreibergi (Höhlen-Aulonocara)
>> Aulonocara stuartgranti
>> Aulonocara baenschi
>> Aulonocara hueseri
>> Aulonocara maylandi
>> Sciaenochromis fryeri
>> Otopharnyx lithobates
>> Copadichromis-Arten


Beckenbeleuchtung

In den natürlichen Habitaten von L. sp. "perlmutt“ werden die Spektralfarben BLAU und GRÜN noch stark reflektiert. GELB befindet sich bei knapp über 15 Meter Wassertiefe bereits in der Absorptionsphase, ORANGE schon ab 10 Metern und ROT wird bereits total absorbiert.  Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten Grün- und Blau-, abgeschwächten Gelb- und möglichst geringen bis keinen Orange-Anteilen.

Aquatreff.de

Interaktive Malawisee Karte

Autor:Florian Bandhauer/Silvan Hörnlimann

Bilder:Florian Bandhauer

Video:Florian Bandhauer

  

 

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