Donnerstag 1 Dezember 2022
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Metriaclima sp. "msobo"

Verzeichnis zu den Cichliden des Malawisee

Hinweis: Auch als "Maylandia" benannt!

Lebensraum

Metriaclima sp. „msobo“ ist an der nördlichen Ostküste Tanzania's verbreitet und lebt dort in den oberen Bereichen der Übergangszone (sedimentreich). Am Magunga Reef wird er aber auch in der sedimentfreien Felszone beobachtet.

Wassertiefe der Msobo-Habitate

Die Habitate des M. sp. „msobo liegen in Wassertiefen zwischen 7 und 25 Metern, wobei die Tendenz eher in den oberen Schichten liegt.

Ernährung

Die Hauptnahrung des Msobo besteht aus Aufwuchs. Die Lippen werden fest ans Substrat gedrückt, wodurch ein Unterdruck im Maul des Fisches entsteht.Ruckartig werden die Algenstränge dann abgetrennt und gefressen – man spricht hier von „Algen abkämmen“. Während die männlichen Msobo stark territorial ans Substrat gebunden sind, lösen sich die Weibchen oft vom Fels und ernähren sich auch vom Plankton im freien Wasser.

Verhalten

Weibchen streifen einzeln oder in kleineren Gruppen durch das Biotop - immer auf der Suche nach Nahrung. Oft verlassen sie auch das Substrat, um im freien Wasser nach Plankton zu jagen. Männchen hingegen sind sehr territorial und verteidigen ihre Brutarenen, welche sich zwischen Steinen oder an Felsen angelehnt befinden, fortwährend.

In aller Regel besitzen die stärksten Männchen diejenigen Reviere mit den grössten Aufwuchs-Gärten. An den Revieren der Männchen vorbeischwimmende Weibchen werden sofort angebalzt und versucht, vom entsprechenden Laich-Revier zu überzeugen, wo dann das Paarungsritual stattfindet und abgelaicht wird.

Metriaclima sp msobo

Populationen

Arten des Msobo-Typus (3 Arten) kommen fast an der gesamten Küste Tanzanias vor. Die hier beschriebene Art Metriaclima sp. „msobo“ aber lediglich in 6 bekannten Populationen ganz im Norden:

>> Cape Kaiser
>> Ngwazi
>> Magungna Reef
>> Manda
>> Pombo Reef
>> Lundu


Sehr interessant ist, dass am Cape Kaiser lediglich weibliche Tiere beobachtet werden konnten. Männchen scheinen dort nicht vorzukommen. Zur Fortpflanzung müssten die Tiere also mindestens die Strecke bis zur nächsten Population im Süden bei Ngwazi zurücklegen.

Metriaclima sp. msobo heteropictus Liuli 1

Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium empfiehlt sich die Nachbildung/Gestaltung einer sedimentreicheren Übergangszone – steile Felsbarrieren mit einigen Höhlen dazwischen im Hintergrund (Rückzugsmöglichkeiten für schwächere Tiere) und ein von einigen verstreut liegenden grossen Steinen charakterisierter Vordergrund.

Der Bodengrund sollte mit möglichst feinem beigen oder braunen Sand realisiert werden. Ein solches Becken sollte so strukturiert sein, dass viele sichtgeschützte Zonen bestehen, wo territoriale Männchen ihre Brutreviere anlegen können. Metriaclima sp. „msobo kann in Becken ab 400 Litern gehalten werden, dabei ist eine Kantenlänge von mindestens 150 cm zu überlegen. Die Art sollte in Harems (mind. 1m/3w) gepflegt werden.

Vergesellschaftung

Metriaclima sp. „msobo“ ist zwar ein robuster und temperamentvoller Cichlide. Kann problemlos mit anderen limnivoren Cichliden vergesellschaftet werden , die ein ähnlich taffes Temperament aufweisen.

>> Pseudotropheus-Arten
>> Melanochromis-Arten
>> Metriaclima-Arten


Auch einer Vergesellschaftung mit Labidochromis-Arten steht grundsätzlich nichts im Wege. Allerdings sollte hier auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden, da viele Labidochromis bekanntlich auch Insektenfresser sind.

Beckenbeleuchtung

Die M. sp. „msobo“ leben in verschiedenen Wassertiefen (7 – 25 Meter), weshalb zur Definition der Lichtverhältnisse vorzugsweise die Bedürfnisse der vergesellschafteten Arten berücksichtigt werden sollten. Sollte das Licht aber nun anhand des Msobo definiert werden, ist es empfehlenswert, sich an die oberen Schichten 7-15 Meter zu halten (grösste Populations-Dichte).

Hier werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN und GELB noch stark reflektiert. ORANGE befindet sich bei knapp über 10 Meter Wassertiefe bereits in der Absorptionsphase und ROT wird bereits total absorbiert. Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten Grün- und Blau- und Gelb-, sowie etwas abgeschwächten Orange-Anteilen.

Aquatreff.de

Interaktive Malawisee Karte

Autor:Silvan Hörnlimann/Florian Bandhauer

Bilder/Grafiken:Silvan Hörnlimann,Henrik Brink

Video:Mbuna Marcus

   

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