Samstag 7 Dezember 2019
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Pseudotropheus sp. "daktari"

Verzeichnis zu den Cichliden des Malawisee

Lebensraum

Pseudotropheus sp. "daktari“ kommt in zwei unterschiedlichen geografischen Rassen unmittelbar nördlich sowie südlich der Grenze zwischen Tanzania und Mosambik vor und lebt dort in der noch sehr von Felsen und Geröll dominierten sedimentarmen Übergangszone.


Wassertiefe der Daktari-Habitate

Die Habitate des Daktari liegen in Wassertiefen zwischen 5 und 15 Metern.


Ernährung

Die Hauptnahrung des Ps. sp. "daktari“ besteht aus Plankton, welcher aus dem freien Wasser, unmittelbar über dem Bodengrund, gefiltert, wird.Revierverteidigende Männchen fressen aber hauptsächlich vom Aufwuchs auf dem Substrat ihres Habitats, da sie sich niemals weit von ihren Revieren entfernen.

Die Art zählt zu den limnivoren Cichliden des Malawisees.


Besonderheiten

Die hier beschriebene Art hat sich im Laufe der Evolution in zwei farblich differenzierbare geografische Rassen entwickelt.Während die Männchen der beiden nördlichen Populationen in Tanzania flächig gelb und die Weibchen beige sind, tragen die Männchen der südlichen Populationen in Mosambik einen kräftigen blauen Schimmer auf gelbem Grund und die Weibchen sind sehr dunkel gelb gefärbt.


Wichtig:

Die Art wird von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources) nicht in deren „Red List“ geführt, weshalb bislang noch keine Aussage über den Gefährdungs-Status gemacht werden kann.

 

Verhalten

Territoriale Männchen heben kleine Höhlen unter oder zwischen Steinen aus und verteidigen diese, inklusive einem kleinen Radius drum herum, ziemlich heftig gegen Artgenossen.Solche Männchen fressen, sofern vorhanden, Plankton aus der nächster Umgebung, meist aber ernähren sie sich vom Aufwuchs und den darin lebenden Mikroorganismen.In der Regel besitzen die stärksten Männchen diejenigen Reviere mit den grössten Aufwuchs-Gärten.

An einem Revier vorbei schwimmende Weibchen werden sofort angebalzt und versucht, ins Tunnelnest desjenigen zu geleiten, wo dann das Paarungsritual stattfindet und abgelaicht wird.Weibchen und nicht-territoriale Männchen streifen meist einzeln oder in kleinsten Gruppen durch das Biotop.

 

 

Pseudotropheus sp daktari

Populationen

Das Verbreitungsgebiet des Pseudotropheus sp. "daktari“ ist auf eine kleine Fläche beschränkt, welche im Norden durch das Undu Reef und im Süden durch Liutche begrenzt wird.

Nördliche Populationen:


>> Hai Reef
>> Undu Reef


Südliche Populationen:


>> Chiwindi
>> Liutche


Die verschiedenen Populationen unterscheiden sich hauptsächlich in der Brutfärbung der Männchen sowohl, als auch in den etwas unterschiedlichen Farbgebungen der Weibchen.Die in der Aquaristik bekanntesten und beliebtesten Daktaris sind die blauschimmernden Tiere der südlichen Populationen.

Pseudotropheus sp. Daktari Hai Reef

Pseudotropheus sp. Daktari Londo Mosambik

Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium empfiehlt sich die Nachbildung/Gestaltung einer sedimentarmen Übergangszone – steile Felsbarrieren mit einigen Höhlen dazwischen im Hintergrund und ein von vielen verstreut liegenden Steinen charakterisierter Vordergrund.

Die Zwischenräume im Vordergrund können mit feinem Sand befüllt werden.Ein solches Becken sollte so strukturiert werden, dass viele sichtgeschützte Zonen entstehen, wo territoriale Männchen ihre Brutreviere anlegen können.Ganz wichtig ist auch, dass die vordere Beckenhälfte nicht bis nach oben verbaut wird, sodass nach wie vor viel freier Schwimmraum gewährleistet bleibt.

Pseudotropheus sp. "daktari“ kann in Becken ab 300 Litern gehalten werden, sofern eine Mindestkantenlänge von 120 Zentimeter sichergestellt ist, dies bezieht sich auf reine Artenbecken und sollte sofern man diese Art mit anderen Mbunas pflegen will erweitert werden, ebenso die Kantenlänge.Als optimal wäre die Haltung kleiner Gruppen (zum Beispiel 3m/7w, z.b.) zu bezeichnen. Die Art kann aber auch in Harems (mind. 1m/3w) gepflegt werden.


Vergesellschaftung

Ps. sp. "daktari“ verfügt über ziemliches Temperament, gilt aber artübergreifend dennoch als relativ friedfertig.Eine Vergesellschaftung dieser Arten ist problemlos möglich, sofern die Ernährungs-Ansprüche beachtet werden.

>> Cynotilapia-Arten
>> Labidochromis-Arten
>> Melanochromis-Arten
>> Metriaclima-Arten
>> Petrotilapia-Arten
>> Pseudotropheus-Arten
>> Tropheops-Arten

Beckenbeleuchtung

In den natürlichen Habitaten von Ps. sp. "daktari“ werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN und GELB noch stark reflektiert. ORANGE befindet sich bei knapp über 10 Meter Wassertiefe bereits in der Absorptionsphase und ROT wird bereits total absorbiert.
Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten Grün- und Blau- und Gelb-, sowie etwas abgeschwächten Orange-Anteilen.

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Autor:Silvan Hörnlimann

Bilder:Carsten K. Larsen

Video:Goncalo Martines

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