Sonntag 18 August 2019
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Astatotilapia calliptera "thumbi east" Steckbrief 

Er gehört zu den ältesten vorkommenden Arten im Malawisee, aber nur wenige kennen diese Art, dabei ist der Astatotilapia calliptera ein richtiges Juwel im Malawisee Aquarium. Was man über diesen Wissen sollte und einige Eckdaten zu diesem farbenfrohen Vertreter hier nun in diesem Steckbrief.

Die Verbreitung des Astatotilapia

Seine Heimat sind die Inseln Likoma und Chizumulu aber auch angrenzende Flüsse sind im nicht fremd, seichtere Zonen und in Flüssen vor allem Stellen mit Vegetation sind diesem Buntbarsch nicht unbekannt. Er gehört weder zu den Mbuna noch gehört er zu den Nonmbuna, damit ist er einer der wenigen Arten die für sich stehen, im großen Gefüge der Arten des Malawisee.

Eingestuft als Allesfresser (Omnivore), ist dieser sowohl gut mit Mbuna zu pflegen, als auch mit Nonmbuna, dabei muss aber festgehalten werden, das der Astatotilapia zu den sehr durchsetzungsstarken Buntbarschen gezählt wird.

Dies bedeutet das die Art auf keinen Fall mit zu durchsetzungsschwachen Buntbarschen zusammen gepflegt werden sollte, oftmals als aggressiv eingestuft, können wir dies bedingt bestätigen, den es gibt unter den Malawisee Buntbarschen auch andere Arten die diesem, was das Potenzial der Aggression angeht, sicher das Wasser reichen können.

Dennoch sollte man zwingend vorher überlegen welche Arten dazu gesetzt werden!

Astatotilapia calliptera Male Mnnchen Bild 3

12 Astatotilapia calliptera thumbi east

Topp5

Die Aquarien sollten eine Größe von nicht unter 500 Litern haben, eine Kantenlänge von mindestens 150 cm wäre hilfreich, fast Pflicht, da die Tiere in der Balz Höhlen oder Spalten sowie Ecken besetzen zwischen größeren Steinen, und diese auch sehr aggressiv verteidigen können. In der Balz ist deren Färbung schier unbeschreiblich und sind der absolute Blickfang im Malawisee Aquarium.

Grundsätzlich wäre die Haremshaltung angebracht, dies bedeutet ein Männchen und mindestens 3-4 Weibchen. Eine Gruppenhaltung ist fast ausgeschlossen, da die Männchen eine zu starke Agression an den Tag legen.

Nichts desto trotz sollte die Dekoration sehr gut überlegt sein, ob man diese nun nur mit Mbuna pflegt, oder mit Nonmbuna oder in Mischbecken Mbuna/Nonmbuna, ausreichend Sichtschutz und größere Steinformationen sowie Höhlen, Spalten müssen und sollten angeboten werden.

In einigen Fällen werden die Tiere ab 300 Liter angeboten, dem stimmen wir hier auf Malawi-Guru nicht zu, unter Vorbehalt könnte man die Tiere bei 450 Litern pflegen, was aber die Kantenlänge von 150 cm schwierig macht, das ist genau zu überlegen.

Mit einer Körpergröße adulter Tiere von 13 cm (angegeben), im Aquarium wohl auch mal bis 15 cm bei Männchen und guten 10 bis 11 cm bei Weibchen, sind diese zwar nicht die größten unter den Buntbarschen aus dem Malawisee, liegen aber im Mittelfeld was Körpergröße betrifft, der Charakter ist da schon ein ganz anderes Kaliber und sollte zumindest nicht unterschätzt werden.

Die Färbung der männlichen Tiere bei dieser Art, ist ein blau/grün mit gelb, die Afterflosse leuchtet ( grade in der Balz ) , Feuerrot mit gelben Eiflecken, die Lippen schimmern blau und über beiden Augen ist ein schwarzer Balken sichtbar der sich bis zu den enden des Mauls hinzieht. Fühlen sich die Tiere aus irgend einem Grund nicht wohl, sind die Flanken gecheckt und dunkel.

Im Aquarium, nimmt der alle gängigen Futtersorten an, aber die Art weidet auch den Aufwuchs ab, Lebendfutter oder Frostfutter auch kein Problem.

Etwas zum Beibesatz:

Bei Mbuna Aquarien kann man diese Art prima halten, da können auch etwas gröbere Brocken von Mbuna mit dazu gesetzt werden, sinnvoll wäre es aber bei einem bestehenden Besatz und einsetzen dieser Art hier und da etwas um zu dekorieren.

Bei Nonmbuna ist es auch machbar diesen direkt zu setzen, allerdings ist eine Pflege mit z.b. Lethrinops Arten, Sand Aulonocaras, oder sehr durchsetzungsschwachen Copadichromis Arten dringend ab zu raten, auch wenn dies anfangs wohl so aussieht das es funktioniert. Werden die Tiere größer und älter verändert sich auch deren Verhalten nochmals. Bei der Aquarium Pflege ist es wie bei allen anderen Buntbarschen, regelmässige Wasserwechsel in ausreichender Höhe fördern das wohl befinden der Art.

13 Astatotilapia calliptera

 

Unser Fazit:


Ein Buntbarsch mit Charakter, der sicherlich nicht nur mit anderen Buntbarschen aus dem Malawisee mit halten kann, eine Augenweide in punkto Farbe und Verhalten, aber nichts für Anfänger im Bereich Malawisee Aquaristik. Dennoch der große Vorteil diese Art, sowohl mit den Nonmbuna als auch mit den Mbuna zu pflegen.

Ein echter Geheimtipp, der leider oder zum Glück, noch nicht so oft gepflegt wird.

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Autor:Florian Bandhauer

Bilder:Florian Bandhauer

  

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