Samstag 1 Oktober 2022
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Der Wabenschilderwels und das Malawi-Becken 

Ein Thema das mir sehr am Herzen liegt, und immer wieder zu Diskussionen führt, Wabenschilderwelse und Malawi-Becken !Ich muss mal eines klarstellen diese Tiere benötigen einen anderen Lebensraum, und auch wenn die Tiere ph-Wert tolerant sind, so haben sie dennoch "wirklich nichts" in Malawi-Becken verloren.

Ausserdem kommen die Tiere vom amerikanischen Kontinent!

Um euch dies zu veranschaulichen habe ich hier einen Beitrag eingestellt,  der euch die Ansprüche dieser Tiere näher bringen soll!

Der Wabenschilderwels

Wabenschilderwels

Synonyme

Ancistrus gibbiceps Kner, 1854
Pterogoplichthys gibbiceps (Kner, 1854)
Liposarcus altipinnis Günther, 1864

Größe und Lebenserwartung

Bis etwa 50 cm. Die Art kann durchaus 15-20 Jahre im Aquarium alt werden.

Verbreitung

Mittlerer und oberer Amazonas und im Orinoco Flußsystem.

Ein Fisch der besonderen Klasse ist der Wabenschilderwels.Oft im Handel als Jungfisch in Größen von 4 cm anzutreffen, ist er dort schon mit seiner segelartig großen Rückenflosse ein imposanter Harnischwels.Was durch das leopardähnliche Zeichnungsmuster mit heller Grundfarbe und zahlreichen, dunkeln wabenmusterartigen Flecken unterstützt wird. Leider ist diese Art aufgrund der Endgröße alles andere als ein "normaler" Aquarienfisch.

Haltung

Die Haltung ist abgesehen von der Endgröße einfach.

Großbecken von 250 cm Kantenlänge und 80 cm Tiefe, sind als untere Grenze für eine dauerhafte, artgerechte Haltung zu definieren.Der Bodengrund spielt keine Rolle, eine dicht strukturierte Beckeneinrichtung mit viel Moorkienholz ist erforderlich.Bepflanzung ist im ganzen betrachtet unwichtig, ebenso eine helle Beleuchtung.An die Wasserwerte stellt die Art keine hohen Ansprüche. Ideal ist leicht saures Weichwasser, er dauert aber auch in mittelhartem Wasser gut aus.Allesfresser von Frostfutter, über diverses Gemüse bis hin zu Futtertabletten.

Sehr wichtig und unverzichtbar ist für diese Art Moorkienholz, welches der Wels abraspelt - er braucht wie viele andere Harnischwelse auch die Holzpartikel für ein richtiges Funktionieren der Verdauung. Aufgrund der erreichbaren Größen hat er einen hohen Stoffumsatz und eine effektive Verdauung. Gute Filterung ist daher erforderlich.

Sozialverhalten und Geschlechtsunterschiede

Sehr ruhige, friedliche Art, die oftmals Stunden am Boden ruht. Auch mit kleinen Fischen ohne Probleme vergesellschaftbar.In großen Becken ist auch eine Vergesellschaftung mit Artgenossen ohne Problem.

Zucht

Die Aquarienzucht ist meines Wissens noch nicht gelungen (Stand 2010). Die Jungtiere, die im Handel anzutreffen sind, sind keine Wildfänge, sondern vorwiegend Teichnachzuchten aus Südostasien.Dies läßt Rückschlüsse auf die Fortpflanzung zu. Wie viele verwandte Arten aus den Gattungen Hypostomus oder Liposarcus ist die Art wohl ein Schlammröhrenbrüter, d.h. die männlichen Tieren graben in steilen, schlammigen Uferböschungen ihre Laichhöhlen, wo sie die Gelege betreuen.Da diese Steilufer im Aquarium kaum simulierbar sind, ist die Nachzucht im Aquarium schwierig.

Als Ersatz wären senkrechte Wände mit eingelassenen PVC- oder Tonröhren entsprechendem Durchmesser und natürlich entsprechender Länge erforderlich. Ob dies schon jemals probiert wurde, entzieht sich derzeit meiner Kenntnis.

Besondere Anmerkungen

Immer wieder liest man:

a) von, die Tiere passen sich den Beckengrößen an

b) von Tieren, die ab etwa 20 cm Größe ihr Wachstum einstellen


Ersteres ist mit Sicherheit falsch, dafür gibt es gerade beim Wabenschilderwels ausreichend Gegenbelege, wo Tiere in 160 l Aquarien 40 cm Größe und mehr erreichen.
Zweiteres ist bedeutsamer.Wenn Individuen dieser Art das Wachstum einstellen, stellt sich meist bei genauerem Hinsehen heraus, daß die Exemplare Kümmer- oder Hungerformen sind, die trotz ausreichender Ernährung Anzeichen von Unterenährung zeigen.Hier dürfte die Ursache in einer unzureichenden Nahrung im Jugendalter, vor allem Aufzucht ohne Holz, zu suchen sein, welche letztlich Organschäden verursachen kann.

Also ihr seht das das mit diesen Welsen dieser Gattung und Größe nicht so einfach ist.Genauso sieht es mit einigen Panaque Sorten aus.Sie brauchen extrem Große Becken und viel Platz.

Also Aufklärung ist die halbe Miete, und immer am Ball bleiben.
Also bitte erst informieren bevor man irgendwelche spontan käufe tätigt.

MALAWI GURU APP

Autor: Torsten Bullmahn

Bilder: Tosten Bullmahn

  

 

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