Montag 30 März 2020
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Der Feind des Malawi-Beckens ist der Stress !  

 

Ein Beitrag von Bodo Niemann der uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.Soll auch etwas als Ergänzung zu unserem Beitrag hier mit dem Titel: Der Tod im Becken Teil 1 dienen.

Da die Besatzplanung die eigentliche Herausforderung darstellt und sie sich sehr dynamisch und unvorhergesehen entwickeln kann,kann es auch vorkommen, dass Tiere dauerhaft gejagt und gepiesackt werden.
Sie leiden Stress.


Durch den Streß wird ein Hormon namens Cortisol ausgeschüttet, welches als unangenehmen Nebeneffekt eine dämpfende Wirklung auf das Immunsystem hat.Damit kann es vorkommen, dass plötzlich Erreger, die ohnehin in jedem Becken vorhanden sind, nicht mehr durch das Immunsystem in Schach gehalten werden und zum Ausbruch einer Erkrankung führen.Die Bandbreite der möglichen Erkrankungen ist groß und sollte entsprechend behandelt werden.
Es gibt mittlerweile viele gute Internetseiten, die sich mit der Behandlung von Zierfischkrankheiten beschäftigen.

Zum Thema Stress im Aquarium und wie man dies minimieren kann haben wir diesen Beitrag für euch: Stress im Malawi-Aquarium?...was tun?

Plachidochromis Bild 1

Toter Buntbarsch

Ich möchte hier nur die wichtigste Behandlungmethode ansprechen: Die Salzbehandlung.

Seien es Bißverletzungen, trübe Augen, andere bakterielle Belastungen, Ichtyo bei Malawisee Buntbarschen, oder oder oder...Als Behandlung wird die Salzbehandlung empfohlen.Aber eines vorweg: Salz wirkt in der Konzentration über die wir reden nicht bakterizid, d.h. es tötet keine Bakterien! Wenn Salz bei bakterieller Belastung zum Einsatz kommt, muss zusätzlich auf eine ordentliche Wasserhygiene geachtet werden!

Generell regt Salz die Schleimhautproduktion der Fische an (Es ist kein Medikament im herkömmlichen Sinne). Dadurch wird es Parasiten und Bakterien drastisch erschwert, sich auf dem Tier einzunisten. Ferner verändert es das osmotische Druckverhältnis zwischen Gewebezellen und Wasser zur Entlastung des Tieres.
Salz kann in verschiedenen Konzentrationen angewandt werden.Als Präventionsmaßnahme können z.B. 0,5g/l dauerhaft zum Wasser dazu gegeben werden.

Bei akuten Erkrankungen können 1-3g/l über mehrere Tage dem Becken zugegeben werden.Oft in Verbindung mit anderen Maßnahmen, wie z.B. Temperaturerhöhung.In ganz drastischen Fällen sind Kurzbäder mit bis zu 10g/l hilfreich (Dies ist aber nur in Quarantäne Becken denkbar) und sollte nur absolut in extremen Momenten überlegt werden.

Welches Salz?

Eines der Märchen, die durch das Internet kursieren ist die Aussage, man müsse auf jeden Fall jodfreies Salz nehmen.Das ist natürlich Unsinn.
Vermutlich entstand diese Aussage mal, weil an das Salz keinerlei spezielle Anforderungen gemacht werden müssen.Einfaches "stinknormales" Salz (also auch ohne Jod) reicht völlig aus. Daraus entwickelte sich dann vermutlich im Laufe der Zeit die Aussage, es müsse unbedingt jodfrei sein.

Wem das suspekt ist, möge mal bei namenhaften Futtererstellern die Inhaltsstoffe der besten Futter googeln.Man wird feststellen, dass Jod in ziemlich jedem guten Futter enthalten ist.Wenn diese Jodkonzentration, die durch das Futter aufgenommen wird, nicht schädlich ist, kann die oft geringere Jod-Konzentration im Wasser es erst recht nicht sein.

Fazit:

Zur Salzbehandlung reicht einfaches Salz, wie man es im Supermarkt bekommt und ggf. auch mit Jod. Ich selbst kaufe von Zeit zu Zeit einen großen Eimer Meersalz.

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Autor:Bodo Niemann

Bilder:Florian Bandhauer

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