Mittwoch 18 Mai 2022
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Hinweis zum Wasserwechsel bei Malawibecken

Wasserwechsel bei Malawibecken warum so wichtig?

Besonderes Anliegen: 

Ich lese immer wieder, das je größer das Volumen des Aquariums ist, der Wasserwechsel prozentual dazu abnimmt.Ich möchte dazu folgenden Denkanstoß geben.

Wir alle gehen davon aus, das wir durch füttern der Fische und Ausscheidungen der Fische sowie absterbende Pflanzenteile Nährstoffe in das Aquarium einleiten, und deshalb auch wieder entfernen müssen. Darum machen Wasserwechsel ja auch Sinn.

Wir vergessen aber das es sich bei dem Malawisee um ein Gewässer mit besonders niedriger Keimbelastung handelt. (Quelle Andreas Spreinat).Dort sind nach Messungen des Biologen nur 10 Keime pro Milliliter im Abstand von wenigen Metern vom Seeufer nachzuweisen.

Video oben, warum der Wasserwechsel so wichtig ist !

Zitat:

Zum Vergleich : 100 Keime/ ml sind in Deutschland im Trinkwasser gemäß Trinkwasserverordnung erlaubt. Zitat Ende ).

Den Rest kann jeder nachlesen.

(Malawisee- Buntbarsche / erfolgreiche Haltung und Zucht.)

Ich werde versuchen wenn es die Zeit zuläßt in den nächsten Monaten einen Beitrag zu schreiben, wenn ich keinen finden sollte, den ich ergänzen kann.Ich habe versucht mir Klarheit darüber zu verschaffen wie die Keime und Bakterien im Wasser auf unsere Fische wirken.

Dabei ist mir aufgefallen das sich die meisten Bakterien nicht in Tagen oder Wochen vermehren, sondern in Minuten und Stunden!!!

Wenn wir von einer Ausgangsmenge von 1 Million Keimen in unserem Aquarium außgehen was optimistisch ist, und eine Vermehrungsrate alle 12 Stunden zu Grunde legen, was ebenfalls optimistisch ist, sind das im günstigsten Fall nach 24 /h 4 Millionen Bakterien.

Ich denke jeder kennt die Geschichte mit dem Schachbrett und der Erbse.... 2,4,8,16,32,64,128...

Eine Reduzierung der Keimzahl im Aquarium ist nur durch einen außreichenden Wasser-wechsel möglich. (MINDESTENS 50% JEDE WOCHE)

Zusätzlich entfernen wir als quasi positivem Nebeneffekt, Nitrat und Stickstoffverbindungen, die im Becken erst umgebaut werden müssen.Die weitläufige Meinung das in unseren Filtersystemen Stoffe abgebaut werden ist nicht korrekt, die Stoffe die entstehen werden nicht abgebaut!!! sondern umgebaut.

Bei größeren Becken darf man auch nicht vergessen, das der Fischbestand dazu proportional meistens zunimmt und mehr Fische gehalten werden.Wir haben normalerweise nie zu viele Fische, nur zu wenig Aquarien.

Wenn man also die Möglichkeit hat bei einem großen Becken mehr Fische zu halten wird man das auch tun.

Zur Unterstützung kann hierbei auch ein UV-C Wasserklärer zum Einsatz kommen, jedoch sollte dieser dann entsprechend groß dimensioniert sein, um auch wirklich einen Einfluß auf die Verringerung der Keimzahl zu haben.

Für 500- 600 Liter Becken mindestens 18 Watt darüber hinaus auch durchaus 36 Watt oder 55 Watt natürlich im Dauerbetrieb.

Dann kann auch ein Wasserwechsel reduziert werden.

Wasserwechsel von 20% oder 30% sind bei 500Liter oder 1000 Liter gerademal 100 Liter bzw. 200 Liter, bzw. 150 Liter und 300 Liter.Wir halten durch die größeren Becken ja auch einen höheren Fischbestand.

Der dementsprechend auch mehr Ausscheidungen produziert.Des öfteren konnte ich über rätselhaftes, plötzliches teilweises Fischsterben oder Totalverluste des gesamten Beckens lesen. Alle mit normalen Methoden gemessenen Wasserwerte waren dabei im normalen Bereich... Zufall...???

WW Bild 1

Manchmal läuft man auf Messers Schneide und ist nicht weit weg von einer Katastrophe.

Ein weiterer entscheidender Faktor bei Malawi Becken ist Ammoniak Nh3, das durch Umsetzung von Stickstoffverbindungen und Ausscheidung der Fische entsteht.Natürlich werden diese in unseren Filtersystemen umgebaut, in andere nicht gefährliche Substanzen, sonst hätten wir keine lange Freude an unseren Fischen.

Das besondere an Ammoniak NH3 ist aber, das es PH !!! abhängig ist!!

Das heißt Ammoniak geht bei PH Werten im sauren Bereich PH 6,0 sehr schnell in Ammonium NH4 über. Bei alkalischem Wasser PH über 8,0 und mehr, welches für unsere Malawis erstrebenswert ist, funktioniert das wesendlich schlechter bzw. gar nicht.Bei einem PH 8 liegen Ammonium NH4 und Ammoniak NH3 im Verhältnis ca. 1:1 vor.

Das bedeutet, da Ammoniak NH3 ein sehr starkes Fischgift ist welches auch schon in geringer Dosierung die Kiemen schädigen kann, sind bereits Werte über 0,1 mg/L Ammonium NH4 als kritisch anzusehen. Die Temperatur spielt hierbei eine Rolle und der Sauerstoff.

Besonderes Augenmerk möchte ich auf die Haltung von Nonmbuna und Räuberbecken lenken, da dort ein großer Anteil an Stickstoffverbindungen eingebracht wird und aber wieder abgebaut werden muß.Unter normalen Umständen sollten keine Probleme auftreten, aber schon der Einsatz von Fischmedizin oder der falsch gereinigte Filter.

Hierbei kann es zu einem schnellen ansteigen des Ammoniakwertes in den toxischen Bereich kommen.Sparen an der falschen Stelle kann unter Umständen mehr bewirken als einem lieb ist, denkt drüber nach.

Interaktive Malawisee Karte

MALAWI GURU APP

Autor:Florian Bandhauer

Bilder:Florian Bandhauer

Video:Tobias Buchheit

   

 

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